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Beglaubigungen und Beurkundungen

Der Notar beglaubigt die Übereinstimmung einer Abschrift oder Kopie mit dem Original der Urkunde (Vidimation). Ebenfalls beglaubigt er die Echtheit der Unterschrift des Antragstellers auf einer Urkunde (Legalisierung).

Die Vidimation bezeichnet die Tätigkeit des Notars, die auf der amtlichen Konstatierung der Übereinstimmung der vorgelegten Urkunde mit einer anderen Urkunde einem Original oder amtlich beglaubigter Abschrift oder Kopie, beruht. Die Notarordnung führt auf, welche Urkunden nicht vidimiert werden können. Die Auflistung ist demonstrativ und handelt sich zum Beispiel um Personalausweise, Militärausweise, Reisepässe, Wechsel, Schecks, Sparbücher, geometrische Pläne, Risse usw. Falls die Urkunde in einer Sprache ausgefertigt ist, die der Notar nicht kennt, kann er die Urkunde nur in dem Falle vidimieren, wenn die Abschrift dieser Urkunde vor dem Notar mittels Kopiergerät angefertigt wird.

Die Legalisierung ist als die Tätigkeit des Notars definiert, die auf der amtlichen Konstatierung beruht, dass die auf der Urkunde beigefügte Unterschrift die Unterschrift einer konkreten Person ist. Es geschieht auf zweierlei Weise:
- der Antragsteller unterzeichnet eigenhändig die konkrete Urkunde vor dem Notar,
- der Antragsteller erklärt vor dem Notar, dass die Unterschrift, die auf der konkreten Urkunde beigefügt ist, ist seine eigenhändige Unterschrift.
Die Evidenz der legalisierten Unterschriften wird im Beglaubigungsbuch geführt, in das die persönliche Daten des Antragstellers auf Legalisierung, Bezeichnung der zu unterzeichnenden Urkunde eingetragen werden und ferner wird die persönliche Unterschrift des Antragstellers auf Legalisierung beigefügt. Jede Unterschrift des Antragstellers hat in dieser Evidenz eine eigene Nummer. Der Antragsteller muss dem Notar seine Identität nachweisen.
Eine Unterschrift kann nur auf einer konkreten Urkunde legalisiert werden. Es ist also deswegen nicht möglich, wie die Antragsteller oft vom Notar verlangen, eine Unterschrift auf einem nichtausgefüllten Formblatt für verschiedene Institutionen oder sogar Unterschrift auf einem Blankopapier zu legalisieren. Das Argument, dass der Notar verpflichtet ist die Unterschrift des Antragstellers zu legalisieren und sich nicht um den Inhalt der Urkunde zu kümmern, hat aus der Sicht des Gesetzes kein Bestand.
Falls der Notar die Sprache, in der die Urkunde verfasst ist, nicht beherrscht, wird er den Antragsteller auffordern, eine vom Gerichtsdolmetscher angefertigte Übersetzung der Urkunde vorzulegen. Geschieht dies nicht, wird der Notar die Legalisierung verweigern.

Soll die vidimierte Urkunde, oder Urkunde mit legalisierter Unterschrift in Ausland verwendet werden, ist es notwendig, dass die Beglaubigungsklausel stets der Notar persönlich, oder sein ständiger Vertreter unterzeichnet. Eine Beglaubigung durch einen anderen Mitarbeiter des Notars ist in diesem Falle unzureichend.
Weitere, für die Verwendung der beglaubigten Urkunden im Ausland notwendigen Informationen (Apostillierung, Superlegalisierung) finden Sie auf den Seiten des Justizministeriums der Tschechischen Republik www.justice.cz höhere Beglaubigung der Urkunden nach dem Haager Abkommen suchen.

Ferner ist es notwendig zu wissen, dass weder durch die Vidimation, noch Legalisierung die Richtigkeit oder Wahrhaftigkeit der in der Urkunde aufgeführten Angaben bestätigt wird. Der Notar haftet auch nicht für den Inhalt der Urkunde, auf der er die Unterschriften der Antragsteller legalisiert hat.

Weitere Informationen über die Beglaubigung finden Sie auf der Internetseite der Notarkammer der Tschechischen Republik www.nkcr.cz notarielle Dienstleistungen Beglaubigungen und Beurkundungen.